Allgemeines zu Bauphysik / Energieberatung
Gruppenfoto Bauphysik

Die technischen Anforderungen an moderne Gebäude sowohl im Wohn- als auch im Nichtwohnungsbau werden insbesondere mit den unterschiedlichsten Bauweisen heutzutage immer vielschichtiger und komplexer. Aus diesem Grunde erfordert der Anspruch nach einer optimalen und hochwertigen Qualität gepaart mit höchster Wirtschaftlichkeit eine übergreifende Planungs- und Ausführungskompetenz um diese zu vereinen. Nur dadurch können die vielfältigen Gestaltungsvorstellungen der Architektur mit den Anforderungen der Tragwerksplanung, der Bauphysik, des Brandschutzes und der technischen Gebäudeausrüstung in Einklang gebracht werden und ein qualitativ hochwertiges und nachhaltig funktionsfähiges Gebäude entstehen.

Gerne unterstützen wir Sie mit unseren Experten aus der Tragwerksplanung, der Bauphysik und dem Brandschutz bei der Planung und Entwicklung Ihrer Immobilienkonzepte sowohl im Neubau als auch in der Sanierung um durch unsere umfassende fachliche Beratung bereits während der Planungsphase eine energetisch optimierte, wirtschaftliche und qualitativ hochwertige und den aktuellen Vorschriften und Anforderungen entsprechende Ausführung Ihres Bauvorhabens zu ermöglichen.

Energieberatung und KfW-Fördermittelberatung

Der Neubau von Wohn- oder Nichtwohngebäuden, die Planung von Einzelmaßnahmen zur energetischen Verbesserung im Gebäudebestand wie auch die umfassende energetische Sanierung von Altbauten oder denkmalgeschützten Gebäuden erfordern heutzutage ein umfassendes Fachwissen und werden durch vielfältige Förderprogramme z.B. der KfW und speziell in Hamburg durch die IFB durch zinsgünstige Darlehen und Tilgungszuschüsse gefördert. Unsere Energieeffizienz-Experten für Wohn-, Nichtwohngebäude oder Denkmäler, autorisierte Hamburger Energiepass-Berater und auch zertifizierten Passivhausplaner beraten Sie gerne bei der Planung ihres Bauvorhabens, zeigen Ihnen sinnvolle Ausführungs- und Sanierungsmöglichkeiten zur Erreichung des gewünschten energetischen Standards oder zur Reduzierung Ihrer Heizkosten auf und stellen Ihnen die geeigneten Förderprogramme vor.

Energieeinsparnachweise für Wohn- und Nichtwohngebäude sowie Denkmäler

Für den Neubau von Wohn- oder Nichtwohngebäuden, die Planung von Einzelmaßnahmen zur energetischen Verbesserung im Gebäudebestand wie auch die umfassende energetische Sanierung von Altbauten oder denkmalgeschützten Gebäuden ist die Erstellung von Energieeinsparnachweisen gesetzlich verpflichtend erforderlich. Unsere Energieeffizienz-Experten für Wohn-, Nichtwohngebäude oder Denkmäler, autorisierte Hamburger Energiepass-Berater entwickeln für Sie ein optimales und energetisch hochwertiges Gesamtkonzept und zeigen ihnen Wege auf, um ein qualitativ hochwertiges und nachhaltig funktionsfähiges Gebäude entstehen zu lassen.

Passivhausberechung nach PHPP

Das erste anerkannte Passivhaus entstand bereits 1991 in Darmstadt unter der Leitung von Dr. Wolfgang Feist. Ein Passivhaus deckt den überwiegenden Teil seines Wärmebedarfs passiv z.B. aus inneren Wärmequellen wie Personen oder technischen Geräten sowie durch solare Gewinne aufgrund von Sonneneinstrahlung durch die Fenster und weist laut den Zertifizierungskriterien des Passivhausinstituts Darmstadt einen maximalen Heizwärmebedarf von 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr auf. Grundlage hierfür ist ein Baustandard mit klar definierten Anforderungen an die Architektur und ihre Konstruktionsmerkmale hinsichtlich der Vermeidung von Wärmeverlusten durch die gut gedämmte Gebäudehülle, die Technik betreffend ihrer Effizienz und die Ökologie bezüglich der langfristigen Schonung von Ressourcen und der Umwelt.

Ergebnis hieraus ist, nicht zuletzt auch aufgrund der Ausstattung mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, als wesentliche und besondere Eigenschaft ein konstant sehr behagliches und positives Wohn- und „Wohlfühl“-Klima mit einer gleichmäßig hohen Luftqualität der Raumluft, gekoppelt mit einem niedrigen Energieverbrauch und somit meist sehr geringen Unterhaltungskosten für Warmwasserbereitung und Heizungsanlage, da auch für den Primärenergiebedarf ein Grenzwert von maximal 120 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr definiert wird.

Aus den vorgenannten Gründen werden heutzutage neben privaten Wohnhäusern bereits für viele auch kommunale und öffentliche Gebäude wie Kitas, Schulen oder Verwaltungsgebäude gerne Passivhauskonzepte mit dem Passivhaus Projektierungs-Paket (kurz PHPP) entwickelt und genutzt. Gerne beraten wir auch Sie hierbei und entwickeln gemeinsam mit Ihnen ein Konzept für Ihr Bauprojekt.

KfW- und IFB-Qualitätssicherung

Energieeffizientes Bauen und Sanieren wird deutschlandweit z.B. durch die KfW und speziell in Hamburg durch die IFB finanziell gefördert und unterstützt. Zur Sicherstellung und Einhaltung einer sorgfältigen Planung und Umsetzung der energetischen Standards und somit einer sachgerechten Verwendung der Fördermittel aus Steuergeldern wird jedoch u.a. die Einbindung eines unabhängigen und in der Energieeffizienz-Expertenliste geführten Sachverständigen oder in Hamburg durch die IFB-zertifizierten Qualitätssicherer gefordert, der Ihnen mit seinem Fachwissen bei der Überwachung der Ausführung bis zum Abschluss zur Seite steht. Dieser überwacht die qualitative Ausführung der Handwerker an der Baustelle hinsichtlich der energetisch relevanten Details, dokumentiert diese gemäß den Anforderungen der KfW oder IFB und bestätigt abschließend die fachlich richtige Ausführung gegenüber dem Bauherrn, der KfW und der IFB.

Gerne unterstützen wir Sie mit unseren gelisteten Energieeffizienz-Experten und authorisierten IFB-Qualitätssicherern aus unserer Bauphysik bei der Qualitätskontrolle Ihres Neubaus oder Ihrer Sanierung zur Sicherung der Fördermittelansprüche und einer energetisch qualitativ hochwertigen Ausführung Ihres Bauvorhabens.

Detaillierte Wärmebrückennachweise

Wärmebrücken sind lokale Bauteilbereiche in der Gebäudehülle, bei denen ein erhöhter Wärmeverlust vorliegt. Dieses kann konstruktive, geometrische oder materialbedingte Ursachen haben. Die Auswirkungen hinsichtlich der niedrigen raumseitigen Temperaturen und der sich daraus ergebenden Schimmelpilzproblematik können gravierend sein und mindern den einerseits den Komfort und die Gesundheitsqualität sowie erhöhen andererseits den Heizenergiebedarf eines Gebäudes deutlich.

Die Wärmebrückenverluste werden mit einem Zuschlag bei den Wärmeschutznachweisen berücksichtigt. Dieser Zuschlag kann gemäß der EnEV für Neubauten nach drei unterschiedlichen Verfahren ermittelt werden.

Ohne besonderen Nachweis mit einem pauschalem Zuschlag von ΔUWB=0,10 W/(m²K).
Wärmebrückenausführung unter Berücksichtigung des Beiblattes 2 zur DIN 4108 mit einem Zuschlag von ΔUWB=0,05 W/ (m²K) unter Führung eines Gleichwertigkeitsnachweises.
Eine detaillierte Wärmebrückenberechnung mit Hilfe des Wärmebrückenverlustkoeffizienten Ψ.

Wir empfehlen die Erstellung einer detaillierten Wärmebrückenberechnung, da sich hiermit im Regelfall ein geringerer Wärmebrückenzuschlag als 0,05 W/(m²K) erreichen lässt, der Aufwand gegenüber einem Gleichwertigkeitsnachweis nicht höher ist, für die Bereiche der Wärmebrücken die Bildung von Tauwasser- und somit Schimmelproblemen zuverlässig beurteilt und ausgeschlossen werden kann und sich zudem in der Regel eine wirtschaftlich optimierte Dämmstoffstärke für die Flächen ergibt. Wir beraten auch Sie gerne bei der Ausführungsplanung für Ihr Bauvorhaben im Sinne einer wirtschaftlich optimierten und nachhaltig schadensfreien Ausführung.

Thermische Simulation – sommerlicher Wärmeschutz

Mit Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung (EnEV) aus dem Jahre 2009 wurde der Nachweis zum sommerlichen Wärmeschutz für alle Gebäude verpflichtend eingeführt, der nicht zuletzt aufgrund der klimatischen Extreme der vergangenen Jahre mit neuen Hitzerekorden von bis zu 40°C seine Berechtigung bestätigt hat. So spielen neben den immer vielschichtiger und komplexeren technischen Anforderungen an moderne Gebäude heutzutage immer mehr auch das Innenraumklima und die Innenraumtemperatur eine gewichtige Rolle bei der Entwicklung und Planung von Wohn- als auch Nichtwohngebäuden, da dieses nicht nur wichtig für das Wohlbefinden im privaten Nutzungsbereich ist, sondern insbesondere auch im beruflichen Alltag wichtig sein kann. Dies belegen auch etliche Untersuchungen in denen der positive Einfluss eines behaglichen und angenehmen Wohlbefindens auf deutlich bessere Arbeitsleistungen und geringere Unfallgefahren nachgewiesen wurde.

Um diesem Anspruch nach einer optimalen und hochwertigen Qualität gerecht zu werden, bieten wir Ihnen unsere übergreifende Planungs- und Ausführungskompetenz in Form unserer Beratung und fachlichen Analyse z.B. durch eine thermische Gebäudesimulation an und unterstützen Sie gerne bei der Planung und Entwicklung Ihrer Immobilienkonzepte um ein qualitativ hochwertiges und nachhaltig funktionsfähiges Gebäude mit einem behaglichen Wohn- und Arbeitsklima entstehen zu lassen.

Feuchteschutznachweise und hygrothermische Simulation mit WUFI

Baukonstruktionen sind zur Vermeidung von Bauschäden und Schimmelpilzwachstum auf Tauwasserfreiheit zu untersuchen. Für einfache Bauteile kann der Nachweis mit Hilfe des Glaser-Verfahrens nach DIN 4108-3 erstellt werden. Angepasst an die heutigen Bauweisen muss diese Untersuchung für komplexere Bauteilaufbauten z.B. verschattete Flachdächer mit Begrünungen oder oberseitigen Belägen jedoch zwingend durch eine hygrothermische Simulation gemäß DIN EN 15026 z.B. mit WUFI erfolgen, da hierbei die tages- und nachtabhängigen sowie die jahreszeitlich schwankenden Randbedingungen realistischer erfasst und berücksichtigt werden.

Dies erlaubt z.B. bei Sanierungen im denkmalgeschützten Bereich, für die Dimensionierung von Innendämmungen und zur Vermeidung von Schimmelpilzwachstum eindeutigere und sichere Aussagen über die wärme- und feuchtetechnischen Transportvorgänge in einem Bauteil.

Gerne beraten und unterstützen wir auch Sie bei der Bewertung Ihres Bauvorhabens hinsichtlich der Planung von in den Bestand eingreifenden Sanierungen oder aber bei Schadensfällen zur Abklärung eventueller hygrothermischer Ursachen.

Schallschutznachweise

Nachweise für den inneren baulichen Schallschutz und den Schallschutz gegen Außenlärm:

Berechnung gemäß der DIN 4109 (Schallschutz im Hochbau) unter Berücksichtigung der im Beiblatt 1 geregelten Ausführungsbeispiele und Rechenverfahren, sowie die Empfehlung des Beiblattes 2 und der VDI-Richtlinie 4100.